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Nebelkrähe

Ein Schrei in der Dunkelheit der Nacht zersplittert
Ein Wort unter seiner eigenen Bedeutung erzittert
Ein Ton seine Melodie vergisst
Ein Mensch der die Freiheit seines Denkens vermisst

Ein kalter schauer bedeckt das Land
erwiedert die losgelöste Stille der Hand
Die einst das Herze wärmend empfing
Und doch in der Kälte der Toten verging

Springe ich nun von Plattform zu Plattform
Schwebe ich nun von Abgrund zu Abgrund
Ein Turm so hoch wie die Menschen hier
erklommen von ihrem eigenen dunklen Tier

Will vergessen und doch gefunden werden
Verwechsle das erschaffen mit dem Aufsammeln von Scherben
Sehe in der Morgensonne doch kein Licht
Und im Abendscheind die Liebe nicht

Seht am Horizont erwächst ein Baum
Stelle mich dazu in den großen Raum
Erwache vollbracht umringt von Leere
Ein Baum der doch umringt von zuviel Schwere

Die Nacht erhebt ihre Flügel in den Wind
Bis sie das graue mit Schwarz durchdringt
Verwächst mit ihm und löscht es aus
Aus der Farblosigkeit der Tot hinaus

Drum fürchte nicht es sei zu Ende
Führchte nicht die Lüge in deinem Lied
Denn es ist die Wahrheit die alles beende
Wenn vom Engel nurnoch der Mensche blieb

In dem Moment der Götterdämmerung
Die Zeiten der Menschheit zu Staub zerfallen
Verwährt das Schicksal dem letzten die Verdrängung
Und lässt ihn allein mit seinen Qualen

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#Lyrik

Jugendweihe

Eine handvoll Sätze in meinem Kopf
Die zu sagen dieses Anlass wohl bedürfen
Und doch der Teil in mir der hofft
Das dies alles gelegt zu den Entwürfen

So bist du nun im hier und jetzt
Ein Stück deines Weges zurückgelegt
Einen Teil von dir in unsere Leben gesetzt
Mehr als ein Gedanke, die Erinnerung lebt

Doch ich rede nicht über das was war
Mich interessiert nur das was werde
Und sei dir bitte dieser Sache gewahr
Wir sind mit dir verbunden auf dieser Erde

So blicke hinaus in die Zukunft der Wege
Auf den Teil der Zeit der dir gehört
Das wars ich gab dir meine Ratschläge
Nur hast du mir auch zugehört?

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#Lyrik

Der Materie Willen

Ein Hauch erhebt den Staub vom Boden
Ein Wind formt ihn zu einer Masse
Und so von sich in die Luft gehoben
Die sich selbst noch nicht ganz erfasste

Ein Gedanke fällt herab von oben
Beständig dem Boden der Erde zu
von ihr verschlungen und aufgesogen
Er das Leben in ihre Mitte trug

Aus dem Gedanken wird die Ahnung
Etwas großes zu erschaffen
Und verlässt sie einmal ihre Tarnung
Müssten sich die Weisen mit ihr befassen

Ist erst der Dunst mit Herzschlag klar
Die Form des Wesens zu erkennen
Gebar es aus dem Staub einen Elementar
Die sich nicht lässt mit Worten trennen

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#Lyrik

Im Chaos Geboren

Umringt von fremden Gestalten handelnd
Versuchung führt den wunden Geist
auf Scherben in die Zukunft wandelnd
die sich utopie und fiktionen heißt

Leben als eine Substanz unter vielen die sind
Verworren im Kopf nach Genesis suchend
Ein Äon mit Meteoriten und Äonen beringt
Und nur um das Ende der Welt verfluchend

Erkannt die Schwere dir ihr selbst entboren
Trägt sie dir Figuren der Welten flach
Hat doch das Traumbild der Erd verdorben
Gierig nach neuem Reich und Macht

Ersteht den Schattenmächten nun zu Fuß
keine Kontrolle über ihre Schöpfung
Erhebt sich das Wesen bedeckt mit Schweiß und Ruß
Das aus den Tiefen seines Geißtes schöpfet nun

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#Lyrik

Schattenflügel

Ein Partikel schwebt dem Boden entgegen
Aufgewirbelt von Strömen in der Luft
Ohne Willen ausgestorben tot das Leben
Und der Schlag nähret der Toten Duft

Und es erhebt sich ganz in diese Sphäre
Stößt sich vom Boden ab und fliegt
Doch nur um zu erreichen die andre Leere
Dort wo es ihn zu ruhen zieht

Ein Flügelschlag wie Dimensionen ist
Er zerbricht sie unter seinen Federn
Beobachtet wie er allein der Welten Farben isst
Und hinterlässt ein Grau rings um die Gräber

Schwingt sich hinauf in kalte Lüfte
Durchbricht Äonen und lässt sie zurück
Und sieht doch all der menschgeschaffnen Klüfte
Die mit unsichtbaren spitzen Dornen bestückt

Wie Nebel doch mit Konsistenz
Zu Form gewordner Schatten der Nacht
Die daraus geborene Existens
Fühlt wie langsam ihre Macht erwacht

Der Geißt ist düster in Dämmerung
Verliert seine Fäden und Folgen im Raum
Und wird es danach langsam heller nun
Bleibt sein grauer gewundener Saum

Ein Ton erhebt sich aus dem Dunkel
Zerspringendes Kreischen erwächst herraus
scheint zu laut und viel zu grell
Für ein Wesen geboren im Rauch

und forbestehen wird es wohl
wie alles was die Menschheit rief
Tropfend zähe Seele wie Petrol
Erwachte während der Rest der Erde schlief

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#Lyrik

Bluttaufe

Ein Tropfen fällt auf das unbelebte Land
Der Tag neigt seine Schwingen nach dem Abend
Eine rote Linie quer über den Weltenrand
Wie Geier die das verenden eines Geschöpfes erahnen

Ein Tropfen fällt auf das dunkle Land
Rot getauft eine Träne des Himmels
Aufgesogen und verblasst in der Zeiten Sand
Wie erhört des Geschöpfes Windens

Und was ein Tropfen war ist jetzt die Flut
Der Himmel opfert sich erneut
Damit wir überleben mit seinem Blut
wieder durch das Opfer des höchsten getäuft

Das Blut sammelt sich in Strömen
genährt durch auch der Menschen Adern
Die versuchen einander damut zu krönen
Um zu vergessen an ihrem Leben zu hadern

Und wenn des Himmels Flut verbraucht
Der Menschen Durst lang nicht gestillt
Die Erde ihrer aller in ihr Innres saugt
Und erst dort vergisst es und gerinnt

Wie auch die die das Opfer brachten
Zu ihrem eigenen Wohl gestochen
Auch sie soll die Geschichte verachten
Als die Bluttäufer die die Erde zerbrochen

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#Lyrik

Ein Lied von Schicksal

Ergeben in dem leeren Raum
Verspricht der leere Blicke Worte
Verrät der Diener des Sklaven Traum
Und Schnee fällt draußen an dem andern Orte

Wer der Freude Lied gesungen
Und der Trauer Blumen zum Grabe trägt
Der hat den Toten zum Leben gezwungen
Denn kein Herz in ihm zum Lichte schlägt

Und erwähntest du der Klänge Nachgesang
Im Augenblick den du dir wähltest
Ein Gedanke an ich mich falsch entsann
Während du noch von dem Leben erzähltest

So Trafen sich die Geister zwischen den Gestalten
Und ahmten was des Alltags Fluche schien
Kein Platz für Gefühle sich zu entfalten
Und doch unmöglich sich einander zu entziehn

So flieht der letzte Strahl in Dunkelheit
verfehl ich ihn mit dem fangendem Arm
Das schon je getrennte ist nun Zweigeteilt
Die Einsamkeit bittet mit ihrem Charme

Gewähret dem Licht sein Abendmahl
Und gebet ihm der Todesarten Wahl
Erstirbt des dunklen Lichtes letzter Strahl
Im Brauch des Lebens der höchsten Qual
Erklingt im dunklen das Lied von Schicksal

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#Lyrik

Wille der Nekropole

Das Ableben aller dieser Geister
Die einst aus Knochen Blut geschaffen
Die waren alle ihres Handwerks Meister
Und nun leblos unter der Erde dahin sich raffen

Was noch blieb als die irden Fessel gelößt
War de Materie Willen sich zu Formen
Die Raben haben das Gesicht der Wahrheit entblößt
Sie ist kalt geschmiedet mit eiseren Dornen

jeder Sinn nachdem einer gestrebt
Erlischt mit seinem letzen Licht
Wie Asche von einem Hauch des Winds verweht
Er ist der einzige der noch davon spricht

Und wer den Toten lässt was ihres ist
Sieht die Leichenstadt beständig wachsen
Wie sich der Tod von jedem nach Draußen frisst
Und einem Moment komplett zu erwachen

Grün schwarzes Schimmern bedeckt die Stadt
Der Toten die sich hier gefunden
Kein Wesen des lichts über diese hier unten wacht
Ohne das ein Körper an sie gebunden

Der Zweck erlosch mit dem Moment des Todes
Und nun suchen sie ihn vergebens
Um zurückzukehren in der Erde Schoßes
Doch sie sind der Schatten ihres einstigen Lebens

Alte Seelen erbärmlich versammelt
blicken resigniert auf die Vergangenheit
Die Zusammenhanglos von Erlösung stammeln
Die Angst vor dem Tod das einzige was bleibt

sich jeden tag aufs neue quälend
Versucht doch ausweglos zu fliehen
Der Raum der beschrieben von jedem zu sehen
Es sind die Pflaster der Welt die uns das Leben entziehn

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#Lyrik

zeit gewesen

vergangen verschollen ins nichts geboren
verloren erhört erwähnt gewesen
Chronik des Lebens geschrieben verworren
Und die Geschichte der Welt sich selbst verwesend

Erreicht der Punkr des totalen Endes
Erreicht der Weg der ich gesucht
die Vergangenheit die ich geschänder
und drum von der Welt verloren verflucht

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#Lyrik

Der Chevalier

Ein Mensch versteckt hinter einem Gesicht
Eine Figur die handel fühlt und tut
Ein Gesicht das fürchtet liebt und dann zerbricht
Ein Mantel für die tobende Emotionenflut

Setzt eine weitre Maske auf
Versteckt sein selbst ganz hinter ihr
Keine Regung sein Gesicht belauscht
Und diesen Menschen nun sehen wir

Er erlaubt sich selbst nicht zu sein
Kontrolliert kalt berechnend im Innern
Und gewährt uns seinen edlen Schein
Sein gesellschaftliches Schimmern

Und in einem Moment ist er verschwunden
Ein neuer Mensch erneut geboren
Hat sich die alte Maske entwunden
All die Dinge die zu ihm geworden

Identität kennt für sich kennt er nicht
Nur ein unzähliges Werkzeug seines Tuens
Unterwirft er das Individuum seiner Pflicht
Um zu bewahren seines Scheinentums

Wie wird ein Mensch zu solchen Wesen
Verliert jegliche soziale Bindung
Entwickelt seine eigene Welt aus Thesen
Und verformt im Hirn jedwede Windung

So verliert er sich in seinen Träumen
Vom andern Sein das er verloren
Sieht sich selbst in leeren Räumen
Und meint mit jeder Maske wird er neu geboren

Sehen wir ihn an er lacht er scherzt
Doch seine Augen verraten seinen Schmerz
Schenkt er sein Glas doch noch so beherzt
Sieht man doch in den Augen weder Seele noch Herz

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