Schattenflügel

Ein Partikel schwebt dem Boden entgegen
Aufgewirbelt von Strömen in der Luft
Ohne Willen ausgestorben tot das Leben
Und der Schlag nähret der Toten Duft

Und es erhebt sich ganz in diese Sphäre
Stößt sich vom Boden ab und fliegt
Doch nur um zu erreichen die andre Leere
Dort wo es ihn zu ruhen zieht

Ein Flügelschlag wie Dimensionen ist
Er zerbricht sie unter seinen Federn
Beobachtet wie er allein der Welten Farben isst
Und hinterlässt ein Grau rings um die Gräber

Schwingt sich hinauf in kalte Lüfte
Durchbricht Äonen und lässt sie zurück
Und sieht doch all der menschgeschaffnen Klüfte
Die mit unsichtbaren spitzen Dornen bestückt

Wie Nebel doch mit Konsistenz
Zu Form gewordner Schatten der Nacht
Die daraus geborene Existens
Fühlt wie langsam ihre Macht erwacht

Der Geißt ist düster in Dämmerung
Verliert seine Fäden und Folgen im Raum
Und wird es danach langsam heller nun
Bleibt sein grauer gewundener Saum

Ein Ton erhebt sich aus dem Dunkel
Zerspringendes Kreischen erwächst herraus
scheint zu laut und viel zu grell
Für ein Wesen geboren im Rauch

und forbestehen wird es wohl
wie alles was die Menschheit rief
Tropfend zähe Seele wie Petrol
Erwachte während der Rest der Erde schlief