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Der Chevalier

Ein Mensch versteckt hinter einem Gesicht
Eine Figur die handel fühlt und tut
Ein Gesicht das fürchtet liebt und dann zerbricht
Ein Mantel für die tobende Emotionenflut

Setzt eine weitre Maske auf
Versteckt sein selbst ganz hinter ihr
Keine Regung sein Gesicht belauscht
Und diesen Menschen nun sehen wir

Er erlaubt sich selbst nicht zu sein
Kontrolliert kalt berechnend im Innern
Und gewährt uns seinen edlen Schein
Sein gesellschaftliches Schimmern

Und in einem Moment ist er verschwunden
Ein neuer Mensch erneut geboren
Hat sich die alte Maske entwunden
All die Dinge die zu ihm geworden

Identität kennt für sich kennt er nicht
Nur ein unzähliges Werkzeug seines Tuens
Unterwirft er das Individuum seiner Pflicht
Um zu bewahren seines Scheinentums

Wie wird ein Mensch zu solchen Wesen
Verliert jegliche soziale Bindung
Entwickelt seine eigene Welt aus Thesen
Und verformt im Hirn jedwede Windung

So verliert er sich in seinen Träumen
Vom andern Sein das er verloren
Sieht sich selbst in leeren Räumen
Und meint mit jeder Maske wird er neu geboren

Sehen wir ihn an er lacht er scherzt
Doch seine Augen verraten seinen Schmerz
Schenkt er sein Glas doch noch so beherzt
Sieht man doch in den Augen weder Seele noch Herz

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#Lyrik

Artemis

Ein Laut durchfährt die angespannte Stille
Erweckt die Urinstinkte des Jägers
Ein unbeugsamer kraftvoller Wille
Gerichtet auf des Lautes Träger

Das Projektil durchschlägt die Haut
Trifft Nerven Organe Knochen
Das Herz erlischt in einem Hauch
Das erlegte aus dem Nichts zusammengebrochen

Allein im Wald seine Arbeit tuend
ausgeschlossen von der Zivilisation
Immer wachsam niemals ruhend
Kämpfend gegen sich und Resignation

An das Leben hat er dumpfe Gefühle
Sein Leben ist praktischer Natur
Wenn ihn nicht sein Wille von einem Tag zum nächsten trüge
Findet man morgen von ihm keine Spur

Und der Verstand so scharf wie einer seine Pfeile
Durchbricht auch dieser jeden Verstand
Und selbst auf die endlose Weite
Hat er das Chaos der Welt erkannt

Ekel gegen diese die dort leben
Verstellt sich doch von ihnen jeder
Konnte sich nicht länger für sie schämen
Des Unheils Oberste Träger

So sucht er sein Heil im dunklen Wald
Gebrochen die Zuflucht suchend
Sah die Menschen doch fühlte nur kalt
Und ungehört nach Hilfe rufend

Gab es auf die Welt zu heilen
Die es selbst und ihnen verweigerte
Und konnte nicht länger in ihr verweilen
Sah ein das er gegen diese Massen nur scheiterte

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#Lyrik

Weltensturz

Er sah in die Runde der Anwesenden still
Versah einen jeden mit einem Blick
Und doch erschien die Stimmung im Saal so schrill
Ein jeder sieht seinen Kopf am Strick

Einer erwachet aus der Starre
In seinem Kopf formt sich ein Gedanke
Und doch sein Mund noch einen Moment verharrte
Bevor er sich aus seinem Munde rankte

Ich glaube dir nicht sagte er
Sich selbst versichernd seines Gesagten
Ich glaube dir nicht schrie er
Die andren nickten und bejahten

Er sprten den aufkeimenden Verrat
Derer die hier mit aen
Sprte den beienden Geruch von diesem Eklat
Und Gedanken von Hass durch seine Adern rasten

Er zog sein Schwert und hieb hinein
Zerteilte prompt den ersten Mann
Einen Angreifer schlug er glatt entzwei
In seiner Raserei ihn niemand halten kann

Zerteilt liegen sie um ihn herum
Die Stcke seiner einstgen Freunde
Und wieder einmal fragt er sich warum
Sind die Menschen solche Scheuende?

Niemand hatte ihn je wieder so genannt
Seit er das Schwert geborgen hat
Und seitdem ein Feuer ist in ihm entbrannt
Will er das Habe jeden Mannes an seiner Statt

Das Schwert whlte den Besitzer
Doch Gte whlte es dafr nicht
Es wollte keinen gutmtigen Beschtzer
Sondern nur einen der nach dem eigenen Willen Richt

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#Lyrik

Frostkuss

für Anna

Der Kälte Schwingen sind präsent
Sie greifen nach den schwachen Herzen
Und ein Winter der die Böen entsendt
Will Leiden schaffen Qual und Schmerzen

Wenn du in deiner Illusion gefangen
Das die Wärme nicht existent im hier
Und dir die Worte aus den Händen rannen
Und es unter Agonie zerfällt das wir

Wenn vorher gesehen die Hoffnung
Die Versprechen die wie Siegel lagen
versinken einander im Troste nun
während wir uns ansehen und quälend fragen
war dies das Ergebnis unsres ganzen Tun?

Jeder versinkt allein im Schmerz der Kälte
die mir ihrem eisigen Kuss die Liebe stohl
und über sie die Senkaxt fällte
Und aus dem Spalt die Leere schwoll

Allein in Gedanken was davor denn war
Was an uns es zum scheitern brachte
Sah denn einer von uns die lauernde Gefahr
Oder achtet darauf was der andre sagte

Wie oft fällt das Wort Gefühl denn noch
Die Analyse passt nicht drauf
Sosehr man sie in Formen pocht
Bleibt doch am Ende nur ein Hauch

Der rauchend sich im Wind verirrt
Und mitnimmt was zu Eis zersplittert
und es unwiederbringlich verloren wirkt
doch im Frühling scheinst du eine Chance zu wittern

Und bietest alle deine Kraft
Darauf das Tote zu beleben
und ziehst den Tod auf sich der daran haft
Hast du doch alles aufgegeben

Wenn der letzte Kuss gekommen
Dann willst du Schreien Fluchen Hassen
Doch deine Liebe wurde dir schon genommen
Doch du kannst in Gedanken nicht von ihr lassen

Rennst gegen Wände betäubst du dich
Und wenn du aufwachst aus dem quälenden Traum
Siehst du denn Sinn deines Lebens nicht
Willst verschwinden aus diesem leeren kalten Raum

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#Lyrik

Dunkle Schwingen

Rabenflügel streichen über das Land
Verbreiten der Kunde dunkle Sicht
Ob Trauer Schmerz oder Scham entsandt
Die Botschaft sich an die Menschen richt

Die blind in Hoffnung still verharren
In den Willen alles zu bereinigen
Die nach dem Grund suchen sich zu enttarnen
Um sich des Weltenschmerz zu entleibigen

Und das Lied fliegt denjenigen zu
Die seine Kund mehr als jeder andre bedauern
Und dank dieser Melodie kein Auge zutun
Denn immer ein Alb im dunklen lauert

Armut Schmerz und Krankheit in Gestalt
Des dunklen Vogels der nun fliegt
Mit seinen Flugeln schafft er die Gewalt
Und das sich ein Mensch unter Agonie verbiegt

Obwohl nicht mit eignem Aug erblickt
Die Bilder sich in den Schädel brennen
Die Fantasie hat ihre Boten entschickt
Und wird die Angst in ihrem Namen nennen

Der Bote wird zum Symbol seiner Nachricht
Wird erwählt zum Unheilsbringer
Verfluchen sie ihn was er entricht
Denn statt Heil seine Lieder vom Kummer singen

Verflucht wird für seine Kunde
Kein Wort der Gnade gibt es ihm
Das er berichtet von dem Schwunde
Lässt ihn als ein Diener des Bösen ziehn

Und so bleibt es dabei
Der Rabe bringt den Gram herein
Dunkle Schwingen brechen Familien entzwei
Und niemals wieder zieht die Hoffnung hinein

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#Lyrik

Der Heiler

Er erwuchs in einer Zeit die geprägt von Leid und Sterben war
Gewöhnt an Schreien Qual und Sterben
Permanent dieses Druck auf Welt und Sein gewahr
Erkor das Schicksal seinen Erben

Er fand unter den Kranken und Toten
Einen dessen Hirn noch klar und schwach
Und rettete ihn höerte seine Worten
Erlernte das was die alte Seele sprach

Seine Lehren enthüllten den Mantel des Todes
Die größte Furcht des Klerus erwacht
Und als er ihm alles gelernt verstarb er in der Wärme seines Schoss es
Der Lehrling nahm auf den Kampf gegen die Seuchenmacht

Doch er wurde verfolgt, gebrandmarkt, gehetzt
Fand keinem der ihm traute und sich heilen wollte
Doch hatte Gott so ein gutes Geschöpf in die Welt gesetzt
verdammt zu fliehen vor dem Hohn der auf ihn rollte

Eines Tages fand er einen alten Priester
Der schon zuviele Jahre keinen Gedanken außer Schmerz und Gram mehr hatte
Ich kann dir deine Leiden nehmen rief er
Und der Gottesmann an Heilung dachte

Zuerst hielt er es für Ketzerei
Doch seinen Schmerzen schwanden die Wunden heilten
Und wie dies nicht Gottes Werke sein
Sie ihn sodann zu ihrem obersten weihten

So durfte er das Werk des alten Mannes erben
Und frei und sicher der Welt und den Menschen dienen
Doch bald fing er an um eine Frau zu werben
Sie als das glücklichste Paar der Welt erschienen

Nach einigen Jahren der Liebe und Eintracht
Erkrankte seine Frau und er war wusste nicht weiter
Der Heiler jeden abend an ihrem Bette wachte
Er nicht wusste warum er scheiterte

Sie starb an einem nebligen Tag
Die Sonne ging den Tag nicht auf
Der Heiler in sich von Zweifeln geplagt
Sah sich sitzen alt und aufgebraucht

Ein Krieg wollte die Welt wieder spalten
Der Heiler hatte wieder einen Lebenssinn
Doch er konnte die Seuche des Leids nicht aufhalten
Und sah sich selbst ans Leben klammernd ohne Gewinn

Da fand er einen verlorenen Jungen zwischen den Leichen
Die Eltern tot und das Haus vernichtet war
Nahm er ihn auf und lernte ihn die Weisen
Bevor er dem Leid der Welt erlag

Kreisläufe die das Leben prägen
Das Gute das die Hoffnung stärkt
Diejenigen durch die wir jeden Tag das Glück erleben
Sie zu kennen eine jede Seele ehrt

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Animagus

Erwachend in einem Kokon zwischen zwei Welten
Blind doch in den Gedanken zweier Seelen
Aus dieser Verbindung Macht und Leben quellten
Doch es schien die Beiden selbst zu quälen

Sie wanden sich gegeneinander verdarben sich
Mussten doch konnten nicht zusammen leben
Ein Schatten sich in die Verbindung flicht
Und erschüttert das Band beständig mit Beben

Man gab ihnen das größte Gut
Das auf Erden einem Wesen gegeben
Doch keines der Wesen dies mit Respekte trug
Und nur darauf aus den anderen zu entheben

Es kam der Tag der kommen musst
An dem das Schwarze aus der Tiefe kroch
Und es nährte sich von dem großen Frust
Der in den beiden Geschöpfen kocht

Als es begann sie einzeln zu quälen
Blieb ihnen keine andre Wahl
Sie konnten nur zwischen den Alternativen wählen
Ein Zusammenschluss oder Todesqual

Die Lebensflamme siegte und loderte
Aus der Glut wird ein Inferno
Das Band zwischen ihnen das langsam vermoderte
Geheilt und gestärkt aus dieser Not

Als der Feind wieder aus dem Land verbannt
Die Weisheit in sie Einzug verlangte
Der Hass und die Wut waren gebannt
Und das ungleich Paar seinen Frieden erlangte

Aus dem Band erwuchs mächtige schöpfende Magie
Die endlich Gutes brachte in die wunde Welt
Die beiden Seelen die einander als verhasst verschrien
Versuchen sie die Länder zu läutern die das Böse hält

Der mächtige Magus unbezwingbar
Der Gutes aus dem Bösen kehrte
Doch ein Erfolg war ihm nicht erringbar
Das Geheimnis von Leben und Tod sich ihm verwehrte

Von diesem mächtigen Durst getrieben
Rastlos es durch Landschaften zieht
Doch die Mysterien des Todes scheinen sich ihm zu entziehen
Und so der Magus aus der Welt der Lebenden flieht

Er will dem Bösen die Unsterblichkeit entreißen
Um sie den Menschen zurückzugeben
Um ihnen den Weg ins Licht zu weisen
Und sie über das unsterbliche Böse heben

Luzifers Diener setzen ihm zu
Und es begann eine Erkenntniss zu keimen
Um sie zu besiegen konnte er nicht ruhen
Er musste sich selsbt mit dem Bösen vereinen

In Aussicht dieser Möglichkeit
Hielt das Böse in seinem Körper einzug
Verdammte sich damit in Ewigkeit
Doch er wusch sich indem er die Zerstörung in es hineintrug

Er obsiegte nun und kam ins Sanktum
Wo das Böse seine Kraft bezog
Dort verstarb er dem heldenhaften Märtyrertum
Welches das Böse aus dieser Welt entsog

Niemand vergaß je die Geschichte
Von dem Magus der sich selbst vereinte
Der sich dem Guten so verpflichte
Und im Glanz seines Glaubens scheinte

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