Artemis

Ein Laut durchfährt die angespannte Stille
Erweckt die Urinstinkte des Jägers
Ein unbeugsamer kraftvoller Wille
Gerichtet auf des Lautes Träger

Das Projektil durchschlägt die Haut
Trifft Nerven Organe Knochen
Das Herz erlischt in einem Hauch
Das erlegte aus dem Nichts zusammengebrochen

Allein im Wald seine Arbeit tuend
ausgeschlossen von der Zivilisation
Immer wachsam niemals ruhend
Kämpfend gegen sich und Resignation

An das Leben hat er dumpfe Gefühle
Sein Leben ist praktischer Natur
Wenn ihn nicht sein Wille von einem Tag zum nächsten trüge
Findet man morgen von ihm keine Spur

Und der Verstand so scharf wie einer seine Pfeile
Durchbricht auch dieser jeden Verstand
Und selbst auf die endlose Weite
Hat er das Chaos der Welt erkannt

Ekel gegen diese die dort leben
Verstellt sich doch von ihnen jeder
Konnte sich nicht länger für sie schämen
Des Unheils Oberste Träger

So sucht er sein Heil im dunklen Wald
Gebrochen die Zuflucht suchend
Sah die Menschen doch fühlte nur kalt
Und ungehört nach Hilfe rufend

Gab es auf die Welt zu heilen
Die es selbst und ihnen verweigerte
Und konnte nicht länger in ihr verweilen
Sah ein das er gegen diese Massen nur scheiterte