Nebelkrähe

Ein Schrei in der Dunkelheit der Nacht zersplittert
Ein Wort unter seiner eigenen Bedeutung erzittert
Ein Ton seine Melodie vergisst
Ein Mensch der die Freiheit seines Denkens vermisst

Ein kalter schauer bedeckt das Land
erwiedert die losgelöste Stille der Hand
Die einst das Herze wärmend empfing
Und doch in der Kälte der Toten verging

Springe ich nun von Plattform zu Plattform
Schwebe ich nun von Abgrund zu Abgrund
Ein Turm so hoch wie die Menschen hier
erklommen von ihrem eigenen dunklen Tier

Will vergessen und doch gefunden werden
Verwechsle das erschaffen mit dem Aufsammeln von Scherben
Sehe in der Morgensonne doch kein Licht
Und im Abendscheind die Liebe nicht

Seht am Horizont erwächst ein Baum
Stelle mich dazu in den großen Raum
Erwache vollbracht umringt von Leere
Ein Baum der doch umringt von zuviel Schwere

Die Nacht erhebt ihre Flügel in den Wind
Bis sie das graue mit Schwarz durchdringt
Verwächst mit ihm und löscht es aus
Aus der Farblosigkeit der Tot hinaus

Drum fürchte nicht es sei zu Ende
Führchte nicht die Lüge in deinem Lied
Denn es ist die Wahrheit die alles beende
Wenn vom Engel nurnoch der Mensche blieb

In dem Moment der Götterdämmerung
Die Zeiten der Menschheit zu Staub zerfallen
Verwährt das Schicksal dem letzten die Verdrängung
Und lässt ihn allein mit seinen Qualen