Der Chevalier

Ein Mensch versteckt hinter einem Gesicht
Eine Figur die handel fühlt und tut
Ein Gesicht das fürchtet liebt und dann zerbricht
Ein Mantel für die tobende Emotionenflut

Setzt eine weitre Maske auf
Versteckt sein selbst ganz hinter ihr
Keine Regung sein Gesicht belauscht
Und diesen Menschen nun sehen wir

Er erlaubt sich selbst nicht zu sein
Kontrolliert kalt berechnend im Innern
Und gewährt uns seinen edlen Schein
Sein gesellschaftliches Schimmern

Und in einem Moment ist er verschwunden
Ein neuer Mensch erneut geboren
Hat sich die alte Maske entwunden
All die Dinge die zu ihm geworden

Identität kennt für sich kennt er nicht
Nur ein unzähliges Werkzeug seines Tuens
Unterwirft er das Individuum seiner Pflicht
Um zu bewahren seines Scheinentums

Wie wird ein Mensch zu solchen Wesen
Verliert jegliche soziale Bindung
Entwickelt seine eigene Welt aus Thesen
Und verformt im Hirn jedwede Windung

So verliert er sich in seinen Träumen
Vom andern Sein das er verloren
Sieht sich selbst in leeren Räumen
Und meint mit jeder Maske wird er neu geboren

Sehen wir ihn an er lacht er scherzt
Doch seine Augen verraten seinen Schmerz
Schenkt er sein Glas doch noch so beherzt
Sieht man doch in den Augen weder Seele noch Herz