Ein Lied von Schicksal

Ergeben in dem leeren Raum
Verspricht der leere Blicke Worte
Verrät der Diener des Sklaven Traum
Und Schnee fällt draußen an dem andern Orte

Wer der Freude Lied gesungen
Und der Trauer Blumen zum Grabe trägt
Der hat den Toten zum Leben gezwungen
Denn kein Herz in ihm zum Lichte schlägt

Und erwähntest du der Klänge Nachgesang
Im Augenblick den du dir wähltest
Ein Gedanke an ich mich falsch entsann
Während du noch von dem Leben erzähltest

So Trafen sich die Geister zwischen den Gestalten
Und ahmten was des Alltags Fluche schien
Kein Platz für Gefühle sich zu entfalten
Und doch unmöglich sich einander zu entziehn

So flieht der letzte Strahl in Dunkelheit
verfehl ich ihn mit dem fangendem Arm
Das schon je getrennte ist nun Zweigeteilt
Die Einsamkeit bittet mit ihrem Charme

Gewähret dem Licht sein Abendmahl
Und gebet ihm der Todesarten Wahl
Erstirbt des dunklen Lichtes letzter Strahl
Im Brauch des Lebens der höchsten Qual
Erklingt im dunklen das Lied von Schicksal