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Kettenschwere

Frei wie ein Schwan dessen Flügel man nahm
Frei wie der Mont im Kreis um die Erde
Frei wie der Süchtige die Tabletten nahm
Frei und doch belegt von ewiger Schwere

Die Kette die man sich selber um den Halse legt
Und von derer jedes Glied zu Boden zieht
Doch man braucht sie denn sie das einzige für das man lebt
Wenn sie einem doch niemals etwas giebt

Verloren im Kampf um den eigenen Geist
Der so viele Fraktionen enthält
Ohne mich zu so vielen Orten reist
Und sich doch still an eine Stelle stellt

Finde dich selbst durch Trauer und Schmerz
Erkenne welches Glück du dabei findest
Und leg dir dabei die Hand aufs Herz
Bevor du dich an eine Kette bindest

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#Lyrik

Des Wanderers Klage

Es trägt sich im Leben manchmal zu
Das der eine dem andern ein Leide tut
Und sitzt der Schlag auch noch so fest
Die Chance daraus für beide am best

Verliert man sich nur in sich selbst
Und dich für das kleinste auf Erden hältst
Bist du doch alleine für dein Glück
Drum sieh vorran und blick nicht zurück

Der Tage wird es noch viele geben
Wo dein Gemüt voll Trauer wie grauer Regen
Lass dich nicht fortspühlen halte dich fest
Auf den regen folgt ein blühendes fest

Steh auf und geh ein Stück des Weges
Du hast diese Welt und deinen Geist so leb es
Wenn der Pfad auch noch so steil
Erinner dich an dich selbst und du bleibst heil

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#Lyrik

Klagstadt

Scherben Schmerz und keine Hoffnung
Sterben Herz mit tiefem Schnitt
Leere und Verzweiflung sind im Kopf nun
Am Boden erwartend den nächsten nieren tritt

Erbärmlich auf dem Trümmern dieser Stadt
Die uns solange schon als Heimat galt
An Asche und Staub sieht man sich satt
Und wo einst leben und Wärme ists tot und kalt

Zu höchster Stunde zusammen gebrochen
Vermag sie nicht ihr Gewicht zu tragen
Die Fundamente sind schon länger am verrotten
Doch niemand traute sich so tief zu graben

Nun ist alles von ihr bleibt Vergangenheit
Und Erinnerungen an schönere Tage
Man sagt das die Zeit vom Schmerz befreit
Doch bis dahin ertönt meine Klage

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#Lyrik

Weihnachtszauber

Der Weihnachtsbaum ertrahlt in hellem Glanz
Bunt geschmückt und hell erleuchtet
Dazu ein nicht minder bunter Kranz
Ich wüsste nicht was es sonst noch bräuchte

Alle sind um den Baum herum versammelt
Und feiern ein gemeinsames Weihnachtsfeste
Andächtig fröhlich und entspannend
Wir freuen uns und sind gern eure Gäste

Die Stimmung ist heiter bei Speis und Trank
Es wird gelacht gewitzt und viel erzählt
Und einander gilt uns jeweils der Dank
Das jeder von uns auf den ander zählt

Ich freue mich hier bei euch zu sein
Und auch dieses Jahr mit euch zu erleben
Über den Kerzen ein goldener Schein
Und in den Herzen ein froher Segen

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Morgenstrahl

Wenn ich morgens das erste Mal einen Laut vernehme
Bist meinst du es die in den Schatten sehe
Und auch wenn ich mich vor dem Schlafen drehe
Dein Gesicht in das ich mit einem Auge spähe

Am Wochenende kehrt sich das Spielchen um
Und ich verlasse das Bett zu früherer Stund
Um dir und mir ein Frühstück zu bereiten
Und dich anschließend dahin zu begleiten

Ich genieße unsere gemeinsamen Morgen
Sie stärken mich und vertreiben die Sorgen
Die so manch schlechter Tag mit sich gebracht
Wie weggewischt an die ich gestern noch gedacht

Du bist mein Lieblingsmensch auf dieser Welt
Und dafür tausche ich weder Macht oder Geld
Die Person die mein Herz in ihren Armen hält
Und auf die jeder meiner flüchtigen Blicke fällt

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Für Vater

Ich lerne viel aus deinen Worten
Aus deiner eigenen Sicht auf die Dinge der Welt
Die direkte und erfolgreiche Suche nach Antworten
Was immer sich auch meinem Wege stellt
Bin ich bereit selbst zu verantworten

Viele Dinge werden mir später erst Gewahr
Die du nicht versäumtest mir zu zeigen
Stellt sich mir nun ihre Bedeutung dar
Und dafür möchte ich mich vor dir verneigen
Ein Leben lang bin ich dafür dankbar

Bleib wie du bist und weiche nicht ab
Wir lieben das in dir was du bist
Wünsche und Träume nur nicht zu knapp
Wir hören dir zu wann immer du sprichst
Ob hier in heute oder in Zukunft fernab

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#Lyrik

Titanenfall

Die Welt getüncht in Schutt und Asche
Doch weiß ich worauf ich mich verlasse
Ich gehe keinen Schritt allein
Denn meine Welt wird immer bei dir sein

Wenn die Grenzen unseres Horizonts sich spalten
Und kein Gut nur Böse über diese Erde walten
Gehe ich nach Hause schöpfe Kraft und Hoffnung
Und schlage die Titanen bar jeder vermutung.

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#Lyrik

Rinnsal aus Sand

Zeit rinnt mir durch die geschlossenen Hände
Die Sanduhr zerbricht unter meinem Blick
Drehe mich um und mein Auge sieht Wände
Die Beine laufen nach vorn und glauben dem Trick

Der Zeiger rennt dem anderen hinterher
Von ihnen wird keiner je verlieren
Nur ich starre manchmal blind daher
Und sehe die Zeit als verschwomme Schlieren

Den Wettlauf gilt es nicht zu gewinnen
Nur lang genug davor zu fliehen
Genug um einen Moment darüber nachzusinnen
Ob am Ende genug vom Leben geblieben

Ob geradeaus wirklich der richtige Pfad
Und man nach jeder Kurve besorgt gefragt
Ob man denn am Anfang einen Plan gehabt
Und was so schlimm wäre wenn man sich diesen erspart

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#Lyrik

Leben der Anderen

Eine Entscheidung die auf einmal in die Tiefe gefallen
Beschwert mit mehreren Tonnen Gewicht
Trotzdem findet am Ende niemand an ihr Gefallen
Träge und beständig verscheunden im Nichts

An ihr hängen viele Teile aus unserem Leben
Und alles was wir uns einander gegeben
Sie werden in die Tiefe mit gerissen
Und wie werden jeden von ihnen vermissen

Zurück bleibt ein Körper leer verblutend
Die Abgetrennten winden sich suchend
Doch was sie verband ist jäh zerstört
Und nichts an dem Platz an den es gehört

Der Knall vom Aufschlag durchfährt die Beiden
Ein letzter Blick auf das was gewesen war
Denn ab jetzt werden die Beiden sich meiden
Denn keinem war der Wert den sie hatten gewahr

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#Lyrik

Dryade

Der Boden ergrünt während die Schritte darauf wandeln
Völlig bewusst im ihrem eigenen Handeln
Der Wald heißt ihre Gegenwart willkommen
Die Tiere haben ihren Ruf vernommen

Zahlreich erscheinen sie auf der Flur
Jedes hinter sich seine eigene Spur
Und begrüßt sie jeden der gekommen
Für Ihren Segen und ihr Lied von der Sonne

Der Winter ist nun spürbar nah
Er greift nach dem was sie einst grünen sah
Doch schenkt sie allen einen Traum
Wenn sie alle schlafen und auf den Frühling vertraun

Der Wald erwacht von neuem Leben
Überall wollen die Dinge zur Sonne streben
Sie wacht über alles was sie gegeben
Und erteilt jeder Blume ihren Segen

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#Allgemein