Heimsuchung
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Wenn an schwarzen dichten Bäumen
Die süße Frucht der Nacht erblüht
Wenn in kalten engen Räumen
Ein Nebel die Dunkelheit versprüht
Wenn ein nasser grauer Regen
Die Gemüter schwer und träge macht
Wenn aus einem grausames starkes Beben
Ein Gefühl des Grams im Menschen erwacht
Erzählt der Baum dem Gras eine Geschichte
Whispert den sich beugenden Halmen
Verpackt seinen Inhalt in Gedichte
Versteckt die Moral in seinen Psalmen
Die Saat steckt in den Menschen tief
Und erblüht sobald der Tag sich neigt
Keimt jedes Mal wenn die Dunkelheit sie rief
Bis sie eines Tages aus der Tiefe steigt
Dann sind die Seelen der Menschen verloren
Die Wahrheit erkannt unter den gefallen Lügen
Ein Sturm von schwarzen Wirbeln der Leere entboren
Und den Geschöpfen die sich in Zwietracht üben
Der Himmelsfall scheint immer mehr zu rauben
schleicht sich langsam in deinem Blick
Bis du in eines Tages siehst in deinen Augen
Und du vor dir selbst im Spiegel erschrickst
So sprach der alte Stamm zu sich
Vor langer Zeit war er gestorben
Fügt sich nun ein in das dunkle Geflicht
Das aus dem lichternen Wald geworden